Franziskus und Klara
Franziskus
Im Jahre 1182 wurde Franziskus in Assisi geboren. Er entstammte einer reichen Handelsfamilie. In jungen Jahren lebte er ohne an etwas sparen zu müssen.
Während dem Städtekrieg Assisi – Perugia geriet Franziskus für ein Jahr in Kriegsgefangenschaft. Diese Gefangenschaft und eine Krankheit warfen ihn aus der Bahn, öffneten ihm die Augen für Gottes Wirklichkeit: Eines Tages (1206) betete er vor dem Bild des Gekreuzigten in San Damiano, als er folgendes hörte:
„Francesco, siehst du nicht wie mein Haus zerstört wird? Geh und stell es wieder her!“
Daraufhin baute er ein kleines verfallenes Kirchlein wieder auf. Er wandte sich den Armen und Kranken zu und brach mit seiner Familie, die es missbilligte, dass er das Familienvermögen mit den Armen teilte. Bald schlossen sich ihm weitere Brüder an, die dieses Leben in Armut mit ihm leben wollten.
Kurz bevor Franziskus 1226 starb, schrieb er bereits sichtlich geschwächt seinen „Sonnengesang“. Obwohl schon fast erblindet, stimmte er einen Lobgesang auf die Schöpfung an.
„Gelobt seist Du, mein Herr, mit all Deinen Geschöpfen,
Schwester Sonne besonders, die den Tag macht und durch die Du uns erleuchtest.
Schön ist sie und strahlend mit großem Glanz, ein Bild von Dir, Du Höchster …“
Klara
Klara wurde 1194 in Assisi geboren und ließ sich von Franziskus
und seiner Suche nach Gott begeistern.
Sie lebte in strenger Abgeschiedenheit des Klosters San Damiano. Mit
erstaunlicher Kraft wirkte sie hinein in die Welt – schweigend und verborgen und
doch unübersehbar. Nach langer Krankheit starb sie 1253 und dankte Gott mit den
Worten:
„Sei gepriesen, Herr, weil du mich erschaffen hast“.
Die vier Jahre jüngere Schwester Agnes folgte ihr auf diesem Weg nach.