Unsere Wurzeln
Gründung und geschichtliche Hintergründe der Gemeinschaft
1921
Unsere Gemeinschaft wurde am 28. August 1921 von
Pfarrer Anton
Eberhard auf dem Schönenberg in Ellwangen gegründet. Er sah die Not der
Familie und verstand sie als Ruf Gottes. Um diesem Ruf zu antworten, suchte er
nach engagierten Frauen.
Kreszentia Harder war in Ellwangen Mitglied der Franziskanischen Gemeinschaft und setzte die Initiative von Pfarrer Eberhard als erste Anna-Schwester in die Tat um.
1923
Am 06. Nov. 1923 bekam die Gründung unter dem Namen „Verein der St. Anna-Schwestern“ ihre bischöfliche Anerkennung mit der Sendung, christliche Nächstenliebe zu verwirklichen
- im Hebammendienst bei Hausentbindungen,
- in der Wöchnerinnenheimpflege,
- in der ambulanten Krankenpflege und
- im Tag- und Nachtdienst in den Familien.
Die Übernahme dieser Aufgabe in der Familienpflege war der Durchbruch einer religiösen Gemeinschaft in ein neues Betätigungsfeld christlicher Caritas.
1939 – 1945
Während der Kriegsjahre leisteten die Schwestern ihren erschwerten Dienst in den Familien, in den Kliniken und im Lazarettdienst.
1955
Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren Aufbaujahre nach innen und nach
außen.
Mit der neuen Satzung wurde der neue Name gewählt: Gemeinschaft der St.
Anna-Schwestern. Mit der Satzung wurden die religiösen Elemente vertieft.
1977
Aufgrund des II. Vatikanischen Konzils erstellten wir unsere Lebensordnung neu. Unsere Gemeinschaft wurde in die Reihe der Kongregationen bischöflichen Rechtes eingegliedert.
1986
Die neue Regel des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus aus dem Jahr 1982 und Kernsätze aus den Beschlüssen der Gemeinsamen Synode Deutschlands bauten wir in unsere überarbeiteten Konstitutionen ein.
1996
In Stuttgart entstand das Haus der Stille. Ein Haus mit verschiedenen Angeboten auf pastoraler Ebene: Besinnungstage, Bibelgespräche, meditative Tanzwochenenden, wie auch die franziskanische Wegzeit und „Komm-und-sieh-Tage“.
1999
Die St. Anna-Stiftung wurde gegründet. Dieser wurden unsere ordenseigenen Einrichtungen in Stuttgart übertragen.
2000
Ein gemeinschaftlicher Erneuerungsprozess aller Schwestern begann, um unser franziskanisches Profil zu schärfen und unser Leben durch eine vertiefende Spiritualität zu stärken.
2003
In Ellwangen wurde das Haus Lebensspur eröffnet, um auf pastoraler Ebene die Menschen in ihren heutigen Nöten durch Angebote von Begegnung, Stille und vor allem auch der Möglichkeit einer Auszeit zu unterstützen.
2005
Das Stationäre Hospiz St. Anna wurde mit 7 Betten in unmittelbarer Nähe zum Mutterhaus eröffnet.
2007
Ab 01.01.2007 ging der Betrieb der St. Anna-Klinik
Ellwangen in die Virngrundklinik
Ellwangen über. Unter dem neuen Namen St. Anna-Virngrundklinik werden dort
die Disziplinen Gynäkologie und Geburtshilfe weitergeführt. Damit endet für die
Gemeinschaft der Anna-Schwestern ein prägender und grundlegender Dienst in
ihrer 85jährigen Geschichte.
Im Juli 2007 zog die Katholische Sozialstation in die Räume des ehemaligen
Eingangsbereichs der St. Anna-Klinik.
2008
Am 01.11.2008 wurde die Tagespflege St. Anna mit 17 Plätzen im 1. Stock des Klinikgebäudes eröffnet.
2011
Mit der „Sieger Köder-Stiftung Kunst und Bibel“ wird ein spirituelles Museum mit Werken des Künstlerpfarrers Sieger Köder, zum Mutterhaus angrenzend, eröffnet.
„Jetzt ist
die Zeit – jetzt ist die Stunde“.
Dieses jeweilige „Jetzt“ fordert jede
einzelne Schwester und unsere ganze Ordensgemeinschaft immer neu, sich Gottes
Anruf in den konkreten Situationen zu stellen.
